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von Anita Rampp

Nun ist es wieder soweit: Es ist Weihnachten! Und wieder gab es die alljährlichen Vorbereitungen, nur dieses Jahr etwas anders. Die Corona-Pandemie ist auch während der Feiertage ein hartnäckiger Begleiter. Weihnachten 2020 ist wie jedes Jahr, ein Fest der Familie und der Zusammenkunft und doch wiederum ganz anders als all die Weihnachten zuvor. Besonders die alten und kranken Menschen trifft diese Corona-Pandemie hart, und gerade an Weihnachten dürfen diese Menschen nicht vergessen werden. Die Kontaktbeschränkungen machen es Bewohnern in einem Seniorenheim nicht einfach, ihre Familienangehörigen zu sehen. Sie dürfen nur mit einem negativen Corona-Test die Einrichtungen betreten, der häufig nicht in den Seniorenheimen selbst durchgeführt werden kann, da diese überlastet sind. Das verschärft die Situation weiter.

– Weihnachten… das Fest der Familie und der (Nächsten-)liebe.
– Weihnachten… das Fest der Nähe Gottes zu den Menschen.
– Weihnachten… die Zeit zum Innehalten und Besinnen auf das Wesentliche im Leben.

Und auch dieses Jahr feiern wir dieses Fest und machen, trotz der Beschränkungen, die das Virus mit sich bringt, das Beste daraus. Wir finden Wege, wie wir voneinander räumlich entfernt und doch miteinander feiern können und … wir lassen niemanden alleine!

Wirklich…?

Als Altenpflegerin kann ich den Bewohnern die schmerzlich vermissten Angehörigen nicht ersetzen, aber ich kann versuchen, ihnen einen Moment der Freude zu schenken mit dem Musizieren von bekannten Weihnachtsliedern. Vergangene Woche wurde ich gefragt, welche Bewohner wenig Besuch in letzter Zeit erhalten haben, da es eine anonyme Person gibt, die diesen Bewohnern an Weihnachten mit einem kleinen Geschenk eine Freude machen möchte! Und in der Einrichtung, in der ich tätig bin, ist es seit Jahren Brauch, dass die Mitarbeiter, mit der finanziellen Unterstützung der Einrichtung, den Bewohnern individuelle Weihnachtsgeschenke kaufen, die dann an Heiligabend verteilt werden. Drei Beispiele für eine kleine Aufmerksamkeit für die Menschen, denen wir so viel zu verdanken haben!

Weihnachten bedeutet für mich dieses Jahr, meine Mitmenschen nicht zu vergessen und die Menschen, denen das Virus besonders zu schaffen macht, auch besonders zu unterstützen. Es ist ein Fest der Familie, und zu einer Familie gehören alle Generationen dazu. Also überlegen wir uns für einen Moment: Was kann ich dieses Jahr einem anderen Menschen Gutes tun?

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!


Die Autorin ist Altenpflegerin und Studentin an der Wilhelm Löhe Hochschule Fürth im 5. Semester des Studiengangs Berufspädagogik für Gesundheit – Fachrichtung Pflege

Weihnachten im Seniorenheim – mutmachende Gedanken einer Altenpflegerin
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